Illustrative Darstellung eines Nachfolgeprozesses mit mehreren Phasen

Reduzieren. Strukturieren. Sichtbar machen.

«Was lange währt, wird gut. Es ging jedoch einiges länger als ich dachte.» Das waren die Worte der erfolgreichen Gastro-Unternehmerin und ehemaligen Klientin. Geplant waren zwei Jahre. Geworden sind es zehn. 

Das Unternehmen ist heute gut aufgestellt. Aus einer erfolgreichen Niederlassung sind drei geworden, alle mit unterschiedlichen, eigenständigen Konzepten. Rückblickend zeigt sich: Die Zeit war kein Umweg, sondern Teil der Entwicklung.

Wenn Nachfolge länger dauert als geplant

Nachfolge verläuft selten linear. Was auf dem Papier klar strukturiert erscheint, wird in der Realität von unternehmerischen, persönlichen und familiären Dynamiken beeinflusst. Zeit wird dabei oft als Problem wahrgenommen. Unsere Erfahrung zeigt: Sie ist vielmehr ein zentraler Bestandteil eines gelingenden Prozesses.

Nachfolge beginnt bei den Menschen

In unserer Arbeit stellen wir die Menschen in den Mittelpunkt: Übergebende, Übernehmende, Teams und weitere Stakeholder. Beziehungen, Rollenverständnis, Erwartungen und Kommunikation prägen den Verlauf eines Nachfolgeprozesses wesentlich. Das «Wie» [How] schafft die Grundlage dafür, dass Entscheidungen tragfähig werden und Entwicklung möglich ist.

Inhalte, die Substanz und Sicherheit geben

Gleichzeitig ist klar: Das «Was» [What] ist genauso wichtig wie das «Wie».
Nachfolge braucht Inhalte: Darunter verstehen wir unter anderem zukünftige Rahmenbedingungen und Marktumfeld, Unternehmensstrategie, Ressourcenallokation. Dazu kommt die Berücksichtigung der nachfolgetypischen Aspekte wie Finanzierung, steuerliche, rechtliche und vorsorgetechnische Fragen.

Diese Themen geben Sicherheit und Struktur. Ihre Wirkung entfalten sie jedoch erst, wenn sie in einen passenden Prozess eingebettet sind. Nicht entweder–oder, sondern ein bewusstes Zusammenspiel von Inhalt und Prozess.

Arbeiten mit Zielbildern

Ein zentraler Teil unserer Arbeit ist die Skizzierung eines gemeinsamen Zielbildes. Von dort aus gehen wir zurück und erarbeiten gemeinsam die notwendigen Phasen bis zur Erreichung dieses Zieles.

Die Planung erfolgt dabei bewusst iterativ. Oft kommt es anders, als man denkt. Gerade deshalb ist das Zielbild so wichtig. Es bietet Orientierung, wenn der Weg zum Ziel sich ändert.

Reduzieren und sichtbar machen

Vor Jahren haben mich die genial illustrierten (und intelligenten!) Beiträge von Roman Tschäppeler und Mikael Krogerus im Tages-Anzeiger-Magazin inspiriert und motiviert, einfach und klar zu visualisieren. Die Illustrationen helfen unseren Klientinnen/Klienten und uns bei der Erarbeitung und Anpassung des Prozesses. Danke Roman, danke Mikael. Ihr seid auch auf der Bühne eine Inspiration!

Die abgebildete Illustration ist stark reduziert und fiktiv.

Wir dokumentieren den Nachfolgeprozess, um Entwicklungen sichtbar zu machen, Muster zu erkennen und Fortschritte gemeinsam zu reflektieren. Das schafft eine gemeinsame Sprache und hilft, Komplexität zu ordnen und Lernprozesse für alle Beteiligten bewusst zu gestalten.

Rollenbewusstsein als Schlüssel wirksamer Begleitung

Im Nachfolgeprozess ist entscheidend, dass sich alle Beteiligten ihrer jeweiligen Rollen bewusst sind. Das gilt auch für unsere Rollen. Nur mit dieser Klarheit werden Interventionen und Impulse lösungsorientiert und wirksam.

Neueste Beiträge

In den Medien: Unser Ansatz macht Schule

punkt4 hat unsere Arbeit aufgegriffen und beschreibt, wie wir klassische Nachfolgeberatung mit historiografischer Familienforschung und transgenerationalem Coaching verbinden. Ein Ansatz, der Neugier weckt – besonders

Read More »

Sehen, was wirklich da ist.

Eine Nachfolge ist selten ein linearer Prozess. Menschen, Rollen, Erwartungen, Geschichte, Finanzen, Marktumfeld. Alles hängt zusammen. Aber wie macht man dieses Geflecht sichtbar? Das Weltwirtschaftsforum

Read More »

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert