Unsere Erfahrungen decken sich mit der PwC-Schweiz-Nachfolgestudie 2025. Nachfolgerinnen und Nachfolger brauchen Zeit, um in ihre Rolle hineinzuwachsen. Und Vorgänger und Vorgängerinnen brauchen Zeit, um loszulassen.
Vor einigen Tagen habe ich mich mit einer erfolgreichen Unternehmerin und ehemaligen Klientin über ihren Nachfolgeprozess unterhalten. Der Prozess ist mittlerweile abgeschlossen.
Die Übergabe/Übernahme war in diesem Fall zwar angedacht, aber nicht wirklich geplant. Neben den unternehmerischen Herausforderungen, unter anderem der Covid-Pandemie, mussten auch persönliche und familiäre Themen angesprochen und bearbeitet werden.
In der Unterhaltung kamen wir auf die Dauer des Nachfolgeprozesses zu sprechen. Geplant waren ursprünglich zwei Jahre. Am Ende wurden es zehn.
Was lange währt, wird gut.
Das Unternehmen ist heute gut aufgestellt. Aus einer erfolgreichen Niederlassung sind drei geworden, alle mit unterschiedlichen, eigenständigen Konzepten. Die übergebende Generation ist finanziell abgesichert, die übernehmende Generation unternehmerisch gut aufgestellt.
Eine Erfolgsgeschichte?
Um das beantworten zu können, müssten wir zuerst klären, was wir unter Erfolg verstehen. Klar ist: Hätten wir dieses Gespräch nach drei Jahren geführt, wäre der Austausch wohl deutlich weniger positiv ausgefallen als heute, nach zehn Jahren.
Was daraus lernen?
Nachfolge braucht Zeit. Und den Mut, sich diese Zeit auch zu nehmen. Rom wurde bekanntlich auch nicht an einem Tag erbaut. Lieber früher beginnen, und gleichzeitig wissen, dass es nie zu spät ist…
Unser Impuls zum Thema
Nachfolge gelingt, wenn wir sie als Entwicklungsprozess verstehen – nicht als Übergabe an einem Stichtag, sondern als gemeinsamen Weg über mehrere Jahre.




